Goslar, 06.07.2012, von Dagmar Thomitzek

Wechsel an der Spitze des Ortsverbandes

Der THW-Ortsverband Goslar veranschiedete seinen bisherigen "ersten Mann" Günter Nenning. Nach 13 Jahren als Ortsbeauftragter übergab am vergangenen Freitag Günter Nenning das Amt an seinen Nachfolger Wolfgang Feuerstake.

Unter den Gästen im Kreistagssaal des Landkreises Goslar befanden sich neben dem Landrat, Herrn Stephan Manke, auch die stellvertretende Landrätin, Frau Claudia Schmalz, der Bürgermeister von Goslar, Axel Siebe, sowie weitere Vertreter aus Politik, Feuerwehr, Werksfeuerwehr, Polizei, Bundespolizei und Rettungsorganisationen sowie Wirtschaft. Die Amtsübergabe nahm Ralph Dunger, Landesbeauftragter für den THW-Landesverband Bremen/Niedersachsen, vor.

In seiner Rede würdigte Ralph Dunger die Verdienste des scheidenden Ortsbeauftragten, der aus altersbedingten Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Dabei ging er auch auf die engagierte und erfolgreiche Jugendarbeit sowie die mit "Familiensinn" motivierten Helferinnen und Helfern ein, die das Leben im Ortsverband gestalten. Dunger wünschte Wolfgang Feuerstake "einen langen Atem, Geduld und Zielstrebigkeit", dass trotz aller Belastungen und Herausforderungen in der heutigen Zeit auch der Spaß an der Aufgabe erhalten bleibe.

Der Landrat Stephan Manke lobte in seinem Grußwort das Engagement aller ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Ortsverband für den Landkreis Goslar und die Einsatzfähigkeit des Technischen Hilfswerk bei großen Einsätzen im In- und Ausland.

Bürgermeister Axel Siebe forderte den neuen Ortsbeauftragten Wolfgang Feuerstake auf, mit dem THW-Ortsverband Goslar auch weiterhin als Partner im Katastrophenschutz für die Stadt Goslar zur Verfügung zu stehen.

Abschließend trat der Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky für eine Fortführung der Kooperationen zwischen den Rettungsorganisationen ein. Diese gute Zusammenarbeit gilt es trotz der sich verändernden Rahmenbedingungen fortzuführen.

Der bisherige und der neue Ortsbeauftragte Günter Nenning trat als 15-jähriger im Jahr 1967 in den Ortsverband Goslar ein und zeigte nach der Ausbildung als Helfer im Bergungsdienst seine Bereitschaft zu Führungsfunktionen. Zunächst als Truppführer, später als Gruppenführer war er bereits in jungen Jahren für Helfer verantwortlich und wurde später zum Einsatzleiter der Führungsgruppe TEL (Technische Einsatzleitung) berufen. Dank seiner Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und seiner natürlichen Autorität hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Leistungsbereitschaft der ihm anvertrauten Helfer zu steigern. 1983 füllte er zunächst die Funktion des stellvertretenden Ortsbeauftragten aus, bevor er 1999 das Amt des Ortsbeauftragten übernahm. In dieser Position vertiefte er das Engagement Menschen in Notsituationen zu helfen. Ebenso förderte er den Aufbau einer regen und hoch motivierten Jugendgruppe. Zur Wiederwahl ließ Günter Nenning sich allerdings nicht aufstellen, da er das Gefühl hatte, diese Aufgabe in etwas jüngere Hände zu übertragen. Seinen Nachfolger im Amt des Ortsbeauftragten, Wolfgang Feuerstake, bereitete er seit fast zwei Jahren auf diese Funktion vor und steht ihm auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Weil bereits sein Vater und seine zwei Brüder im THW tätig waren, trat Wolfgang Feuerstake 1970 in den Ortsverband Goslar ein. In dieser Zeit war er zunächst Helfer in der Bergungsgruppe und entdeckte frühzeitig seine Leidenschaft für den Fernmeldebetrieb. Die Funktion des Fernmeldeführers führte er mit Begeisterung in der Fachgruppe Führung und Kommunikation aus. Im Februar 2010 wurde Feuerstake zum stellvertretenden Ortsbeauftragten berufen und ließ sich von Günter Nenning in die Arbeit eines Ortsbeauftragten einführen.

Das THW ist seit 1950 die Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz und wird zu 99 Prozent von Freiwilligen getragen. Die fast 80.000 THW-Mitglieder sind in 668 Ortsverbänden organisiert. Das THW leistet in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how Hilfe – in Deutschland und rund um den Erdball.

Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht verliert das THW einen Teil des kontinuierlichen Nachwuchses. Die demographische Entwicklung und das geänderte Freizeitverhalten, vor allem bei jungen Menschen, stellen die Nachwuchsgewinnung vor neue Herausforderungen. Damit das THW aber weiter- hin bei Katastrophen und Unglücken zur Stelle sein kann, braucht es neue Helferinnen und Helfer. Aus diesem Grund initiieren viele Ortsverbände Öffentlichkeitsveranstaltungen und gehen insbesondere in die Innenstädte, um auf sich als Organisation aufmerksam zu machen und Jugendliche und neue THW-Einsatzkräfte für diese abwechslungsreiche und spannende Aufgabe mit einem großartigen Technikangebot zu gewinnen.


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